Terrasse auf Rasen bauen? So bereitest du den Untergrund für eine Terrasse in der Wiese vor

Terrasse auf Rasen bauen und Untergrund für Terrasse aufbereiten

Du willst eine Terrasse auf dem Rasen bauen? Damit deine Terrasse langfristig stabil bleibt und nicht absinkt, solltest du zuerst den Boden bearbeiten und den richtigen Untergrund schaffen. Das muss nicht kompliziert und aufwändig sein. In dieser Anleitung stellen wir dir die einfachste Möglichkeit vor und zeigen dir, wie du einen Untergrund aus verdichtetem Schotter aufbaust und darauf ein Verlegegitter aus Betonplatten anlegst. Mit diesem stabilen Unterbau wird dir deine Terrasse auf dem Rasen lange Freude machen. 

Überblick

  1. Terrasse auf Rasen bauen – geht das?
  2. Welcher Untergrund für die Terrasse?
  3. Anleitung: Untergrund vorbereiten für eine Terrasse auf Rasen
  4. Die passende Unterkonstruktion – So geht es weiter

Terrasse auf Rasen bauen – geht das?

Wer eine Terrasse direkt auf den Rasen baut, ohne vorher ein Fundament oder einen stabilen Unterbau anzulegen, wird mit einigen Problemen zu kämpfen haben. Die Tragfähigkeit und Festigkeit des Untergrundes sind unzuverlässig. Teile der Terrasse können dadurch einsinken und so wird die Fläche uneben. Wenn das Regenwasser keine geeignete Möglichkeit zum Abfließen hat, kann es außerdem zu Unterspülungen kommen. Nicht zuletzt lässt es sich nur schwer verhindern, dass Gras durch die Abstände zwischen Dielen und Platten hervorlugt. Deswegen empfehlen wir dir, wenn du deine Terrasse auf der Wiese bauen möchtest, in jedem Fall den Untergrund vorzubereiten. Beispielsweise solltest du mehrere Schichten aus verdichtetem Schotter anlegen, auf dem du die Unterkonstruktion für deine Terrasse aufbauen kannst. 

Welcher Untergrund für die Terrasse?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen stabilen Untergrund für eine Terrasse zu bauen. Wenn du deine Terrasse direkt auf die Wiese, also einen erdberührenden Untergrund, bauen möchtest, erhöhen mehrere verdichtete Schichten aus Schotter und Kies die Tragfähigkeit.

Welcher Untergrund für eine Terrasse auf Rasen?

  • Verdichtetes Erdreich: Das Verdichten der Erde erhöht die Tragfähigkeit des Bodens, so gibt er weniger leicht nach. Außerdem wird so das Ablaufen von Wasser erleichtert. Um Wasseransammlungen zu vermeiden legst du bereits in dieser Schicht ein Gefälle von 2% an. 
  • Schotter: Der tragende Bereich dieses Untergrundes besteht aus mehreren Schichten Schotter, er dient außerdem als Frostschutz. Für diese Schicht ist Schotter mit einer Körnung von 0/32 oder 0/45 Millimetern am besten geeignet. Insgesamt ist diese Schicht meist etwa 40 cm hoch.
  • Kies oder Splitt: Eine dünnere Schicht aus Kies oder Splitt von etwa 15 cm funktioniert als Ausgleichsschicht über der Tragschicht. Sie bietet eine stabile Grundlage für den folgenden Unterbau. 
  • Unkrautvlies: Das Vlies verhindert den Wuchs von Pflanzen unter der Terrasse. Da es wasserdurchlässig ist musst du dir um Nässe und Pfützenbildung keine Sorgen machen.
  • Betonplatten: Ein Verlegegitter aus Betonplatten ist eine stabile Grundlage, auf der du Stelzlager oder eine andere Unterkonstruktion anbringen kannst. 

Wie tief ausheben für eine Terrasse?

Die Tiefe des Aushubs orientiert sich an der Frosttiefe. Sie liegt, je nach Untergrund, zwischen 45 und 80 cm. Davon füllst du  30 – 65 cm mit Schotter auf, das ist die Tragschicht. Darauf folgt eine Ausgleichsschicht aus etwa 15 cm Kies oder Splitt. 

Vorbereitung des Untergrundes für eine Terrasse auf Rasen – Anleitung

So bereitest du den Untergrund für deine Terrasse auf der Wiese vor

Werkzeugliste

  • Abstecken der Fläche: Richtschnur, Pflöcke, Gummihammer, Wasserwaage
  • Aushub: Spaten, Schaufel, (eventuell Spitzhacke), Schubkarre, Harke
  • Verdichten: Rüttelplatte
  • Abziehen: Brett
  • Einfassung: Mörtelkübel

Materialien

  • Schotter
  • Splitt / Kies
  • Unkrautvlies
  • Fundamentsteine oder Waschbetonplatten
  • Optional für die Einfassung: Schnellbeton, Randsteine

1. Fläche für die Terrasse auf dem Rasen abstecken

Beginne, indem du den Bereich für die Terrasse auf dem Rasen mit einer Richtschnur absteckst. Die Schnur markiert gleichzeitig die gewünschte Höhe der Terrasse. Plane ein Gefälle von 2% ein, damit Regenwasser abfließen kann. Das Gefälle führt immer vom Gebäude weg. Nimm eine Wasserwaage zur Hilfe, um das Gefälle exakt auszurichten.

Fläche für die Terrasse auf dem Rasen abstecken

2. Ausheben

Mit Spaten und Schaufel hebst du den abgesteckten Bereich aus. Bei einem sehr steinigen Untergrund brauchst du eventuell eine Spitzhacke. Um die richtige Tiefe zu bestimmen, nutzt du die Richtschnur als Ausgangspunkt. Wenn du eine Einfassung (z. B. aus Stein) anlegen möchtest, erweiterst du die ausgehobene Fläche um 50 cm in alle Richtungen.

3. Erde verdichten

Damit die Fläche so eben wie möglich wird, harkst du die Erde und entfernst alle Steine, Äste und Wurzeln. Mit der Rüttelplatte verdichtest du den Bereich, indem du die Fläche mindestens zweimal abfährst. Achte darauf, dass das Gefälle bestehen bleibt. 

4. Tragschicht aus Schotter aufbauen

Die tragende Schicht baust du aus Schotter auf. Bringe dazu insgesamt 30 – 45 cm Schotter ein, gehe in Schichten von 5 – 10 cm vor und verdichte jede davon mit der Rüttelplatte. Es sollten noch etwa 15 cm bis zur Richtschnur frei sein. Beachte auch in diesem Schritt das Gefälle von 2%.

Optional: Einfassung aus Randsteinen

Orientiere dich in diesem Schritt an der Höhe der Richtschnur, die auch die Höhe der Terrasse wiedergeben soll. In dem für die Einfassung ausgehobenen Bereich verteilst du Trockenbeton. Die Konsistenz des Betons darf etwas dicker sein, damit er nicht zu den Seiten entweicht. Der Betonstreifen sollte etwa 5 Zentimeter hoch sein. Darauf setzt du die Randsteine und nutzt die Wasserwaage, um sie gerade auszurichten. Fülle links und rechts der Randsteine Beton auf als Stütze für die Steine. Diese Stützen sollten ein Drittel der Höhe der Randsteine aufweisen. Warte mit weiteren Arbeiten, bis der Beton ausgehärtet ist. 

5. Splitt / Kies auffüllen

Baue eine etwa 15 cm starke Ausgleichsschicht aus Splitt oder Kies auf und ziehe sie gleichmäßig mit dem bereitgelegten Brett ab. Behalte das Gefälle im Hinterkopf und achte darauf, dass es bestehen bleibt.

6. Unkrautvlies anbringen

Verlege ein Unkrautvlies in dem Bereich, der später von Dielen oder Platten bedeckt wird. Wenn du mehrere Bahnen brauchst, sollten sie sich mindestens 10 cm überlappen. 

7. Fundamentsteine oder Waschbetonplatten verlegen

Betonplatten oder Fundamentsteine dienen als stabile Auflage für die Unterkonstruktion. Die Abstände zwischen den einzelnen Platten sind von deinem Verlegeplan abhängig, den du bei der Planung der Terrasse anlegen solltest. Je nach Terrassenbelag werden die Abstände zwischen den Platten unterschiedlich ausfallen. 

So geht es weiter: Die passende Unterkonstruktion für deine Terrasse

Stelzlager bieten dir eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, eine lange haltbare Unterkonstruktion für deine Terrasse zu bauen. Stelzlager sind für den Unterbau von Terrassen mit einem Belag aus Dielen oder Platten bzw. Terrassenfliesen geeignet und als Platten- oder Balkenlager erhältlich. 

Auf den Stelzlagern kannst du direkt die Balken der Unterkonstruktion montieren oder die Platten verlegen. 

Passende Anleitungen zum Verlegen der verschiedenen Terrassenbeläge findest du in unserem Magazin: