WPC-Zaun selber bauen – Die WPC-Sichtschutz Montageanleitung

WPC Zaun selber bauen - Montageanleitung

Der schnellste Weg, einen unattraktiven Ausblick zu verdecken oder den eigenen Garten vor neugierigen Blicken zu schützen, ist ein Sichtschutzzaun. WPC-Zäune sind besonders beliebt, weil sie einfach aufzustellen, lange haltbar und sehr pflegeleicht sind. Für einen modernen Garten bilden sie einen optisch ansprechenden Rahmen.

Wenn du einen WPC-Sichtschutzzaun selber bauen möchtest, dann folge dieser WPC-Sichtschutz-Montageanleitung, die dich Schritt-für-Schritt durch das Projekt führt. 

Übersicht

  1. Was du vor der Zaunmontage wissen solltest
  2. WPC-Zaun selber bauen – Montageanleitung
  3. Standort und Montagemöglichkeiten für einen WPC-Sichtschutz

Was du vor der Montage deines WPC-Zauns wissen solltest

Varianten eines WPC-Sichtschutzzauns

Wenn du einen WPC-Sichtschutzzaun aufstellen möchtest, hast du die Wahl zwischen einer Vielzahl aus Höhen, Farben und Macharten. Elegante Akzente schaffst du mit Design-Leisten aus Aluminium, mit ihnen gewinnt dein Zaun auch zusätzliche Höhe. Außerdem musst du nicht bei einer einheitlichen Zaunhöhe bleiben. Du kannst einen Teil des Gartens durch einen hohen Sichtschutz abschirmen und mit einem schrägen Element an einen niedrigen WPC-Zaun anschließen. 

Wie viel kostet ein WPC-Sichtschutz?

Der Preis für einen Laufmeter WPC-Zaun liegt zwischen 80 und 350 Euro. Die Preise unterscheiden sich je nach Höhe, Art und Qualität des WPC-Zauns. 

Wie baue ich einen WPC-Zaun auf?

Die meisten WPC-Sichtschutzzäune funktionieren als Stecksystem. Das bedeutet, dass der Aufbau besonders einfach ist, weil die einzelnen Zaunteile als Module angelegt sind, die du miteinander verbinden kannst. Die Zaunpfosten und Randleisten bilden einen Rahmen, in den du die Zaunlatten entlang der Führungsschienen einsetzen kannst. Die Befestigung am Boden ist der anspruchsvollste Teil der Arbeit. Für eine gute Verankerung am Boden, musst du die Pfosten entweder einbetonieren oder auf einer Betonfläche verschrauben. 

Wie lange halten WPC-Zäune?

Hochwertige WPC-Dielen halten bis zu 30 Jahre. WPC zeichnet sich durch seine Witterungsresistenz aus, der Zaun ist also wasserabweisend und damit sicher gegen Fäulnis und Befall durch Schädlinge. Die Farbbeständigkeit ist bei WPC höher als bei Holz, es vergraut also nicht mit der Zeit. Ein WPC-Sichtschutzzaun behält seine Farbe auch langfristig und wird höchstens geringfügig heller. Weitere Informationen zu den Vor- und Nachteilen von WPC, zeigen wir dir im WPC-Dielen-Guide.

Reinigung und Pflege beim WPC-Sichtschutzzaun

Im Gegensatz zu einem Sichtschutz aus Holz, braucht ein WPC-Zaun keine spezielle Pflege. Es reicht, den Zaun im Frühling mit einem Schwamm und warmen Wasser zu reinigen. Falls Fettspritzer oder andere hartnäckige Flecken auf die Zahnoberfläche geraten sind, solltest du sie so schnell wie möglich entfernen. Dazu arbeitest du mit warmem Wasser, WPC-Reiniger und einer Bürste in Faserrichtung. 

WPC-Sichtschutz Montageanleitung

WPC-Zaun selber bauen – Montageanleitung 

Werkzeugliste

  • Schutzkleidung
  • Holzpflöcke und Maurerschnur
  • Maßband, Zollstock
  • Wasserwaage
  • Kübel
  • Gummihammer
  • Akkuschrauber
  • Markierspray
  • Spaten

Materialliste

Hier findest du ein Komplettpaket für deinen WPC-Sichtschutzzaun. 

Notiz zur richtigen Lagerung der Zaunelemente

Lagere den WPC-Zaun nicht in der Sonne und schütze ihn vor Nässe. Ansonsten können sich die Elemente verformen, was die Montage erschwert. 

1. Verlauf des WPC-Sichtschutzzauns festlegen

Entscheide dich, wo genau der Sichtschutzzaun verlaufen soll. Markiere den Verlauf mit einer Richtschnur, die du an Holzpfosten befestigst.

Dabei kannst du dich auch an einem vorhandenen Zaun orientieren. Auf jeden Fall solltest du mindestens 50 cm Abstand zur Grenze des Grundstücks halten. Danach misst du du die Länge ab und berechnest, wie viele WPC-Zaunelemente du aufstellen musst.

3. Zaun vermessen und Pfostenlöcher markieren

Danach misst du die Zaunlänge und setzt Markierungen mit einem Markierungsspray, wo die Zaunpfosten stehen sollen. Miss dabei von der Mitte eines Loches zur Mitte des nächsten Loches. 

4. Löcher für die Pfosten ausheben

Die Pfostenlöcher sollten die Maße 30 cm x 30 cm und eine Tiefe von 50 cm haben. Um die Pfosten frostsicher einzubetonieren, füllst du 10 cm der Pfostenlöcher mit Drainagekies auf. So ist das Fundament vor Frost geschützt.

5. Platziere die Zaunpfosten

Positioniere die Zaunpfosten in der Mitte des Fundamentlochs und nutze die Wasserwaage, um sie auszurichten. Wenn du die passende Ausrichtung erreicht hast, stabilisierst du die Zaunpfosten mit Holzlatten und Schraubzwingen. Entferne die Stützen erst, wenn der Beton ausgehärtet ist.

6. Zaunpfosten einbetonieren

Mische den Beton laut Herstellerangaben an und fülle ihn in das Fundamentloch. Du wirst etwa 40 kg Estrichbeton pro Zaunpfosten brauchen. Fülle das Loch auf und lasse bei Bedarf Platz frei, um den Beton mit Erde, Gras oder Rindenmulch zu bedecken. Der Schnellestrichbeton braucht etwa 3 Stunden zum Aushärten, bevor du ihn belasten kannst.

Wie tief muss ein Pfosten einbetoniert werden?

Die Aluminiumpfosten sind nach unten hin länger als der Zaun, sodass du etwa 45 cm davon einbetonieren kannst. Damit sorgst du dafür, dass der Zaun stabil bleibt und dem Wind auf Dauer standhält. 

7. Sichtschutz-Paneele montieren

Schiebe zuerst die Endleiste zwischen die Zaunpfosten, um den Rahmen für die WPC-Zaunlatten vorzubereiten. Danach kannst du die erste WPC-Latte in die Führungsschiene einsetzen und bis zur Endleiste schieben. Nun bringst du Schritt-für-Schritt die Zaunlatten an. 

Wenn du fertig bist, montierst du die Abschlussleiste und verschraubst sie. Zum Schluss schließt du die Öffnungen an der Oberseite der Zaunpfosten mit der Abdeckung. Wenn der Zaun direkt an einer Wand enden soll, kannst du ein Wandanschlussprofil befestigen und die Wand ersetzt den letzten Zaunpfahl. 

8. Optional: Beton abdecken

Wenn du die Betonfundamente nicht offen lassen möchtest, kannst du sie mit einer Grasnarbe, Erde oder Rindenmulch bedecken. Achte nur darauf, einige Zentimeter zwischen Boden und Zaun offen zu lassen, damit Luft unter dem Zaun zirkulieren kann. 

Standort und Montagemöglichkeiten für einen WPC-Sichtschutz

WPC-Sichtschutzzäune sind vielseitig einsetzbar. Du kannst deinen Zaun am Rand des Grundstückes aufstellen, auf einer Terrasse, auf einer Mauer oder sogar in abfallendem Gelände. Je nach Aufstellort funktioniert die Montage anders. Natürlich musst du bei der Wahl des Ortes auch die örtlichen Regeln für das Bauen von Sichtschutzzäunen beachten.

Wo darf ich einen WPC-Sichtschutzzaun aufstellen?

Grundsätzlich darfst du auf deinem eigenen Grundstück einen Zaun zum Schutz des Grundstücks oder zur Sicherung der Privatsphäre aufstellen, wenn du dich dabei an die örtlichen Bestimmungen hältst. Allerdings gibt es unterschiedliche Regelungen in den Gemeinden und Bundesländern. Bevor du einen Sichtschutzzaun aufstellst, solltest du dich unbedingt immer bei der zuständigen Behörde über Regelungen informieren. Zudem ist es sinnvoll, die Nachbarn in das Bauprojekt einzubeziehen, um Konflikte zu vermeiden. Mehr zum Thema erfährst du im myHarry Sichtschutzzaun-Guide

Wie befestigt man einen WPC-Zaun: Einbetonieren oder Aufschrauben?

Bei WPC-Zäunen stehen zwei Montagemöglichkeiten zur Auswahl. Die größte Stabilität erreichst du, wenn du die Zaunpfosten einbetonierst und so ein Betonfundament für den Zaun schaffst. Wenn du das nicht möchtest, oder bereits ein Betonuntergrund vorhanden ist, kannst du die Zaunpfosten mit Betonschrauben montieren. Wenn du den Zaun im Garten aufstellst, ist die beste Option, ein Betonfundament anlegst.

WPC-Zaun auf einer Terrasse montieren

Du willst einen WPC-Zaun auf deiner Terrasse bauen, um dort für mehr Sichtschutz zu sorgen? Dafür kannst du Pfostenträger nutzen, die du direkt auf der Terrasse befestigst. Allerdings solltest du sie nicht auf Platten oder Holzplanken verschrauben, sondern auf dem Betonfundament der Terrasse. Wenn kein Betonfundament vorhanden ist, kannst du ein Punktfundament unter der Terrassenkonstruktion anlegen. So stellst du sicher, dass dein WPC-Sichtschutzzaun dem Wind auf Dauer widerstehen kann. 

WPC-Sichtschutz auf einer Mauer oder einem Betonfundament anbringen

Beim Einkaufen des WPC-Zauns kannst du dich bereits für die Variante zum Aufschrauben entscheiden. Dann bekommst du zusätzlich zu den Zaunpfosten Bodenkonsolen, mit denen du deinen Zaun direkt auf Beton oder auf einer Mauer verschrauben kannst. Diese Art der Befestigung ist noch einfacher, mit Dübeln befestigst du die Bodenkonsolen direkt am Untergrund.

WPC-Zaun in abfallendem Gelände bauen

Es ist auch möglich, einen WPC-Zaun bei Gefälle aufzustellen. Allerdings musst du dabei die Zaunelemente an das Gefälle anpassen. Wenn du die einzelnen Sichtschutzpaneele treppenartig anlegst, kannst du dabei einen Höhenunterschied von bis zu 5 cm pro Zaunelement ausgleichen. 

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Zaun anzuordnen. Du kannst die Elemente an den Oberkanten stufig aufstellen oder aber die Oberkante bündig halten und die Lücken unter dem Zaun mit zusätzlichen WPC-Brettern schließen. Bei dieser Aufstellart musst du beim Einbetonieren darauf achten, dass die Pfosten genau auf derselben Höhe abschließen.