Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk – die Entscheidungshilfe

Balkon 7 Min. Lesezeit
Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk – die Entscheidungshilfe

Die Idee, eine Solaranlage auf dem Balkon zu installieren und so die Stromrechnung zu senken, klingt einleuchtend. Bei der Planung stellt sich allerdings die Frage – lohnt sich ein Balkonkraftwerk in jedem Fall? In diesem Artikel findest du eine Übersicht über die wichtigsten Punkte zu diesem Thema, die dir deine Entscheidung erleichtern kann. Du erfährst nicht nur, ob sich ein Balkonkraftwerk für dich auszahlt, sondern auch wie viel Geld du mit der Mini-PV-Anlage sparen kannst. 

Übersicht

  1. Was ist ein Balkonkraftwerk und wie funktioniert es?
  2. Ist ein Balkonkraftwerk sinnvoll?
  3. Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk – Die Entscheidungshilfe

Was ist ein Balkonkraftwerk und wie funktioniert es? 

Der Begriff “Balkonkraftwerk” steht für eine kleine Solaranlage, die platzsparend und effizient ist. Der Name stammt daher, dass diese PV-Anlage am Geländer des Balkons angebracht werden kann. Das macht sie besonders vielseitig einsetzbar, auch in beengten Räumen wie in der Stadt. 

Grundsätzlich funktioniert ein Balkonkraftwerk genau wie jede andere Solaranlage. Lediglich die Befestigung sieht anders aus. Mit einer speziellen Halterung lassen

Ist ein Balkonkraftwerk sinnvoll?

Ob ein Balkonkraftwerk eine sinnvolle Investition für dich ist, hängt von deinen Zielen ab. Eine realistische Vorstellung ist es, durch die Mini-Solaranlage einen Teil des im Haushalt benötigten Stroms aus nachhaltiger Solarenergie zu decken. Tatsächlich lassen sich durch die eigene Energieproduktion auch die Kosten für Strom senken. Das lohnt sich vor allem bei den aktuell sehr hohen Strompreisen. Unabhängigkeit vom Stromnetz lässt sich mit einem Balkonkraftwerk aber nicht erreichen, dazu reicht die Leistung nicht aus. Hinzu kommt, dass es Höchstgrenzen für die maximal erlaubte Watt-Anzahl eines Balkonkraftwerks gibt. In Österreich liegt sie bei 800 Watt und in Deutschland noch bei 600 Watt. Die Grenze soll in Deutschland bald ebenfalls auf 800 Watt erhöht werden. 

Bei welchem Stromverbrauch lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Da ein Single-Haushalt etwa 1.500 kWh Strom im Jahr verbraucht, lohnt sich auch in diesem Fall ein Balkonkraftwerk, das jährlich bis zu 800 kWh produzieren kann. Sowohl Einpersonenhaushalte mit geringem Stromverbrauch als auch Familien profitieren von der Mini-Solaranlage und können über die Laufzeit von bis zu 25 Jahren eine große Menge an Strom über das Balkonkraftwerk decken. 

Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk – Die Entscheidungshilfe

Wenn du überlegst, ein Balkonkraftwerk zu kaufen, stellt sich meist die Frage, ob sich das finanziell lohnt. Tatsächlich gibt es einige Faktoren, die sich darauf auswirken, wie sinnvoll die Anschaffung einer Mini-Solaranlage für den Balkon ist. 

  1. Der Preis des Balkonkraftwerks: Bei einem besonders guten Angebot lohnt sich die Investition in die Solaranlage schneller.
  2. Der aktuelle Strompreis: Je höher der Strompreis, desto schnelle zahlt sich die eigene Stromproduktion aus, weil du einen höheren Betrag einsparen kannst.
  3. Die Zahl der Sonnenstunden: In südlichen Gegenden gibt es meist deutlich mehr Sonnenstunden, in dieser Umgebung kann ein Balkonkraftwerk deutlich mehr Strom erzeugen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sich im Norden nicht lohnt, aber die Leistung wird geringer ausfallen. 
  4. Die Lage des Balkons: Bei einer Ausrichtung nach Süden mit einer Neigung von 36 Grad ist das Balkonkraftwerk am effizientesten. Natürlich spielt auch die Bebauung der Umgebung eine Rolle. 
  5. Förderungen für nachhaltige Energie: In einigen Ländern und Regionen werden Investitionen in nachhaltige Energie gefördert. Dadurch sinkt der Preis für das Balkonkraftwerk und es amortisiert sich deutlich schneller.  

Wie lange dauert es, bis es sich amortisiert hat?

Bei guten Voraussetzungen amortisiert sich ein Balkonkraftwerk meist bereits nach ca. 5 Jahren. Diese Zahl basiert auf der durchschnittlichen Ausgabe von etwa 1000 Euro für die Solaranlage. Nachdem diese anfängliche Investition sich amortisiert hat, sparst du mit dem Balkonkraftwerk jedes Jahr effektiv Strom und Geld. 

Wie viel Geld spart man im Jahr mit einem Balkonkraftwerk?

2023 kostet eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 42 Cent. Die gestiegenen Energiepreise machen es noch attraktiver, auf ein Balkonkraftwerk zu setzen, um Strom für den eigenen Haushalt zu produzieren. Im Schnitt nutzt ein Haushalt mit vier Personen etwa 4000 kWh im Jahr. Davon könnte ein Balkonkraftwerk etwa 700 – 800 kWh decken. Basierend auf den genannten Zahlen, ließen sich mit einem Balkonkraftwerk also bis zu 336 Euro pro Jahr einsparen. Das genaue Einsparungspotenzial, das durch das Balkonkraftwerk entsteht, hängt allerdings auch von der Anzahl der Sonnenstunden am Standort und der richtigen Ausrichtung der PV-Paneele ab. 

sich die PV-Paneele einfach am Geländer anbringen und im richtigen Winkel für maximale Strom-Produktion ausrichten. Diese PV-Modelle werden direkt über die Steckdose mit dem Stromnetz verbunden und versorgen so den Haushalt mit nachhaltiger Solarenergie. Der angepasste Mikrowechselrichter wandelt den Strom in Wechselstrom um und macht ihn so für Haushaltsgeräte etc. nutzbar. 

Was passiert mit Strom, der nicht verbraucht wird?

Falls der vom Balkonkraftwerk produzierte Strom nicht verbraucht wird, fließt er in das Stromnetz. Eine Vergütung gibt es dafür leider nicht. Allerdings besteht diese Gefahr in der Regel nicht. Die Leistung eines Balkonkraftwerks reicht aus, um einen Teil des Verbrauchs eines Haushalts zu decken. Um den gesamten Bedarf abzudecken oder gar darüber hinaus Strom zu reduzieren, ist das Mini-Solarkraftwerk zu klein. 

Was unterscheidet ein Balkonkraftwerk von einer klassischen Solaranlage?

Im Vergleich zu den meisten PV-Anlagen ist ein Balkonkraftwerk mit meist 1–2 Paneelen deutlich kleiner. Das liegt daran, dass es besonders platzsparend geplant ist und auf das Geländer eines Balkons passen soll. Die Zahl der Solarpaneele beeinflusst natürlich auch die Leistung der Anlage. Während man mit einer klassischen PV-Anlage auf dem Dach bis zu 10.000 Watt Leistung erzielen kann, sind es bei einem Balkonkraftwerk maximal 800 Watt. Ansonsten unterscheiden sich Balkonkraftwerk und Dach-Solaranlage nicht in der Funktionsweise. Der Strom wird von einem Wechselrichter umgewandelt und wird in das Stromnetz des Haushalts eingespeist. 

Ist ein Balkonkraftwerk sinnvoll?

Ist ein Balkonkraftwerk sinnvoll?

Ob ein Balkonkraftwerk eine sinnvolle Investition für dich ist, hängt von deinen Zielen ab. Eine realistische Vorstellung ist es, durch die Mini-Solaranlage einen Teil des im Haushalt benötigten Stroms aus nachhaltiger Solarenergie zu decken. Tatsächlich lassen sich durch die eigene Energieproduktion auch die Kosten für Strom senken. Das lohnt sich vor allem bei den aktuell sehr hohen Strompreisen. Unabhängigkeit vom Stromnetz lässt sich mit einem Balkonkraftwerk aber nicht erreichen, dazu reicht die Leistung nicht aus. Hinzu kommt, dass es Höchstgrenzen für die maximal erlaubte Watt-Anzahl eines Balkonkraftwerks gibt. In Österreich liegt sie bei 800 Watt und in Deutschland noch bei 600 Watt. Die Grenze soll in Deutschland bald ebenfalls auf 800 Watt erhöht werden. 

Bei welchem Stromverbrauch lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Da ein Single-Haushalt etwa 1.500 kWh Strom im Jahr verbraucht, lohnt sich auch in diesem Fall ein Balkonkraftwerk, das jährlich bis zu 800 kWh produzieren kann. Sowohl Einpersonenhaushalte mit geringem Stromverbrauch als auch Familien profitieren von der Mini-Solaranlage und können über die Laufzeit von bis zu 25 Jahren eine große Menge an Strom über das Balkonkraftwerk decken. 

Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk – Die Entscheidungshilfe

Wenn du überlegst, ein Balkonkraftwerk zu kaufen, stellt sich meist die Frage, ob sich das finanziell lohnt. Tatsächlich gibt es einige Faktoren, die sich darauf auswirken, wie sinnvoll die Anschaffung einer Mini-Solaranlage für den Balkon ist.  

  1. Der Preis des Balkonkraftwerks: Bei einem besonders guten Angebot lohnt sich die Investition in die Solaranlage schneller.
  2. Der aktuelle Strompreis: Je höher der Strompreis, desto schnelle zahlt sich die eigene Stromproduktion aus, weil du einen höheren Betrag einsparen kannst.
  3. Die Zahl der Sonnenstunden: In südlichen Gegenden gibt es meist deutlich mehr Sonnenstunden, in dieser Umgebung kann ein Balkonkraftwerk deutlich mehr Strom erzeugen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sich im Norden nicht lohnt, aber die Leistung wird geringer ausfallen. 
  4. Die Lage des Balkons: Bei einer Ausrichtung nach Süden mit einer Neigung von 36 Grad ist das Balkonkraftwerk am effizientesten. Natürlich spielt auch die Bebauung der Umgebung eine Rolle. 
  5. Förderungen für nachhaltige Energie: In einigen Ländern und Regionen werden Investitionen in nachhaltige Energie gefördert. Dadurch sinkt der Preis für das Balkonkraftwerk und es amortisiert sich deutlich schneller. 

Wie lange dauert es, bis es sich amortisiert hat?

Bei guten Voraussetzungen amortisiert sich ein Balkonkraftwerk meist bereits nach ca. 5 Jahren. Diese Zahl basiert auf der durchschnittlichen Ausgabe von etwa 1000 Euro für die Solaranlage. Nachdem diese anfängliche Investition sich amortisiert hat, sparst du mit dem Balkonkraftwerk jedes Jahr effektiv Strom und Geld. 

Wie viel Geld spart man im Jahr mit einem Balkonkraftwerk?

2023 kostet eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 42 Cent. Die gestiegenen Energiepreise machen es noch attraktiver, auf ein Balkonkraftwerk zu setzen, um Strom für den eigenen Haushalt zu produzieren. Im Schnitt nutzt ein Haushalt mit vier Personen etwa 4000 kWh im Jahr. Davon könnte ein Balkonkraftwerk etwa 700 – 800 kWh decken. Basierend auf den genannten Zahlen, ließen sich mit einem Balkonkraftwerk also bis zu 336 Euro pro Jahr einsparen. Das genaue Einsparungspotenzial, das durch das Balkonkraftwerk entsteht, hängt allerdings auch von der Anzahl der Sonnenstunden am Standort und der richtigen Ausrichtung der PV-Paneele ab. 

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